Ablehnung der Halbierungsinitiative zeigt Relevanz des Journalismus
Die Schweizer Bevölkerung hat die SRG-Halbierungsinitiative klar abgelehnt. Der Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN (VSM) wertet dieses Resultat als wichtiges Signal für den Erhalt eines starken und vielfältigen Mediensystems. Das Nein verhindert einen übermässigen Eingriff, der sowohl die SRG als auch die privaten Medien geschwächt hätte. Gleichzeitig verdeutlicht das Ergebnis die notwendige Debatte um ein zukunftsfähiges komplementäres Mediensystem mit Blick auf die Konzession 2029.
«Die Schweizer Bevölkerung hat die SRG-Halbierungsinitiative heute deutlich abgelehnt und damit ein Zeichen für die Relevanz von glaubwürdigem Journalismus gesetzt», sagt VSM-Präsident Andrea Masüger. «Das Ergebnis zeigt die hohe Bedeutung des starken dualen Mediensystems. Zugleich zeigte die Debatte, dass mit Blick auf die Konzession 2029 die Rollenteilung zwischen SRG und Privaten präzisiert und an das digitale Zeitalter angepasst werden muss.»
Starke und vielfältige Medienlandschaft sichern
Die Halbierungsinitiative war zu extrem, die privaten Medienhäuser hätten davon nicht profitiert. Im Gegenteil: Die Kürzung der Gebühren hätte auch branchenübergreifende Institutionen wie die journalistische Ausbildung, den Presserat oder Nachrichtenagenturen getroffen. Die Bevölkerung hat erkannt, dass nur ein starkes, vielfältiges Mediensystem der zunehmenden Verbreitung von Fake News und KI-gesteuerter Manipulation wirkungsvoll begegnen kann.
Komplementäres Mediensystem präzisieren
Der VSM fordert, dass die Diskussion um die SRG-Konzession 2029 für eine zukunftsorientierte Ausgestaltung genutzt wird. Konkret soll das Verhältnis zwischen SRG und privaten Medien im Auge der digitalen Entwicklung noch stärker komplementär ausgestaltet werden. Dazu gehört auch eine Debatte zum Service Public, den auch private (Regional-)Medien täglich leisten.
Dritten Medienakteur miteinbeziehen
VSM-Direktorin Pia Guggenbühl weist auf die dringende Notwendigkeit hin, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Blick auf den dritten Akteur neben Öffentlich-rechtlichen und Privaten, die Big-Tech-Unternehmen, zu verbessern. «Die politischen Weichenstellungen müssen so gestellt werden, dass sich Investitionen in den Journalismus auch künftig lohnen – gemeint sind insbesondere KI-Anbieter, die Inhalte ungefragt und unbezahlt verwenden», so Guggenbühl. Auch die SRG hat erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht.
Kontakt:
Pia Guggenbühl, Direktorin VSM, E-Mail anzeigen, 079 566 60 10
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